Arzberger Firma Rainer Dötsch erhielt Zuschlag
Behutsamer Abriss für neue Terrassengärten
16.09.09 - Das "Dostalhaus" wird im Rahmen des Stadtumbaus-West per Hand abgerissen, um so Platz für neue Terrassengärten zu schaffen. Stein für Stein muss alles abgerissen und abtransportiert werden. Laut Bauamtsleiter Armin Gädigk stellt die Egerstraße den problematischsten Straßenraum der Arzberger Innenstadt dar. Durch die große Verkehrsbelastung, den engen Straßenraum, die Hanglage und fehlende Abstandsflächen seien viele Gebäude für Wohnzwecke kaum mehr vermarktbar. Deshalb sollen am Kirchberg alte, leerstehende Gebäude abgerissen werden.
Den so gewonnen Platz will die Stadt für Terrassengärten nutzen. Die neuen Grünflächen sollen später mit den schon bestehenden Gärten unmittelbar an der Kirchenmauer über Treppen und Wege verknüpft werden.
Die Südhanglage und die als Wärmespeicher wirksamen Natursteinmauern würden ein Mikroklima schaffen, in dem sonst in Arzberg nicht vorkommende Pflanzen gedeihen können. Durch diese neuen Freiräume werde die Attraktivität der verbleibenden Häuser wesentlich erhöht.
Nachdem die Stadt im Jahr 2008 das "Dostal-Haus" erworben hatte, kann nun, nachdem neben einer umfangreichen Statikberechnung für die verbleibenden umliegenden Gebäuden und den darunterliegenden Kellern, mit dem Abriss des maroden Gebäudes begonnen werden. An dieser Stelle wird dann im nächsten Jahr damit begonnen, den Kernbereich der Terrassengärten anzulegen.
Doch der Abriss gestaltet sich problematischer, als man annehmen könnte. Da dem Haus nur über die enge, stark befahrene Egerstraße zu Leibe gerückt werden kann, muss diese teilweise gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. So ist die Straße für Pkw nur einseitig befahrbar und für Lastwagen komplett gesperrt. Autofahrer, die stadtauswärts fahren, müssen über die Friedrich-Ebert-Straße und den Hammerweg ausweichen, Lastwagen über die Bundesstraße 303.
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Schwierige Abrissarbeiten verlangen auch von den Verkehrsteilnehmern Geduld und Rücksichtnahme |
Die Arzberger Firma Dötsch, die den Abbruch durchführt, arbeitet eng mit dem Landratsamt, dem Landesamt für Denkmalpflege und Statikern zusammen. Da den Kirchberg viele alte und denkmalgeschützte Kellergewölbe durchziehen, muss bei den Abrissarbeiten sehr darauf geachtet werden, diese Bauten nicht zu beschädigen.
So wird das Dostal-Haus nun Stein für Stein abgetragen und der Bauschutt auf dem Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik zwischengelagert.
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