RSS 2.0 Sie sind hier: » Startseite » Archiv » Nachrichten » CSU Arzberg besucht Pflegedienst "Dominikus"
,
In der neuen Wirkungsstätte im Gewerbegebiet
CSU Arzberg besucht ambulanten Pflegedienst "Dominikus"

12.12.2011 - Anlässlich des neuen Domizils im Arzberger Gewerbegebiet unternahmen der CSU-Ortsverband Arzberg  sowie einige CSU-Stadträte einen Besuch beim ambulanten Pflegedienst „Dominikus“. Neben einer Führung durch die neuen Räume und einem Einblick in das Tätigkeitsfeld des Pflegedienstes werden auch politische Mängel im Gesundheitssystem diskutiert. Bürgermeisterkandidat Karl Röhrig verspricht, sich für bessere Rahmenbedingungen in der ambulanten Kranken- und Altenpflege einzusetzen.

Stolz führte Geschäftsführerin Gabriele Göhl gemeinsam mit dem Pflegedienstleiter Dominique Göhl durch die neuen Räume. Büroräume für Pflegedienstleitung, Gesellschafter und Qualitätszirkel, ein Besprechungszimmer – die Station des Pflegedienstes ist effizient und modern ausgestattet. Beim Besuch der CSU Arzberg wurden insbesondere Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten im Sektor der ambulanten Pflege diskutiert.

„Die Idee der ambulanten Kranken- und Altenpflege gewinnt immer mehr an Wichtigkeit“, stellt Karl Röhrig sichtlich beeindruckt von den neu und modern eingerichteten Sitz des Pflegedienstes fest, „es ist für die Leute wichtig, so lange wie möglich daheim zu bleiben, anstatt im Altenheim eine zunächst völlig fremde Welt betreten zu müssen.“ Dabei gebe es sicherlich viele Möglichkeiten, die Leistungen ambulanter Pflegedienste in Anspruch zu nehmen, von denen viele gar nichts wissen würden. „Die Kommunikation, die Aufklärung über das, was alles möglich ist, muss verbessert werden“, fordert Günther Marth, „viele Menschen sind nicht ausreichend informiert über die Kompetenzen die von Pflegediensten genutzt werden können, obwohl es in allen Pflegestufen viele Wege gibt.“  Karl Röhrig pflichtet dem bei: „Die Möglichkeit, sich an einen Pflegedienst zu wenden, fehlt meistens, da typischerweise schlicht ein Arztbesuch gemacht wird, wenn jemanden etwas fehlt – obwohl hier der wirkliche Pflegebedarf nur sehr beschränkt eingeschätzt werden kann.“

Gabriele Göhl bemängelt, dass die Krankenkassen für den Aufenthalt in einem Altenheim viel mehr Leistungen erbringen, als für die gleichen pflegerischen Aufwendungen, die zu Hause von ambulanten Pflegediensten getätigt werden. „Und das obwohl ambulante Pflegedienste günstiger sind“, erklärt Göhl, „vielen bleibt dann aus finanziellen Gründen gar nichts anderes übrig, als ins Altenheim zu gehen. Wenn man an manche Personen denkt, die gegen ihren Willen ins Altenheim müssen, obwohl sie auch daheim versorgt werden könnten, dann macht mich das sehr traurig.“ Dass dies ein nicht akzeptabler Zustand ist, bestätigt Bürgermeisterkandidat Karl Röhrig prompt. „Hier ist die Politik gefordert, Regelungen zu treffen, die ein Verbleib von angemessen pflegebedürftigen Menschen zu Hause ermöglichen“, so Röhrig, der zudem verspricht, in München in dieser Sache aktiv zu werden.

Der Pflegedienst „Dominikus“ ist seit dessen Gründung stetig gewachsen. Geschäftsführerin Gabriele Göhl freut sich indessen, bei den Leuten mit ihrer Arbeit viele Sympathien erworben zu haben, zeigt aber auch Verständnis für Menschen, die zwar Hilfe in der Bewältigung des Alltags benötigen würden, aber Scheu haben, einen Pflegedienst zu kontaktieren. „Der Pflegedienst konnte nur wachsen, da die Geschäftsleitung und die Pflegedienstleitung die Menschlichkeit und den richtigen Umgang mit den Patienten an das Personal weitergegeben wird“, behauptet Dominique Göhl, „wir legen Wert auf die Würde und die Bedürfnisse jedes Einzelnen.“ Die Ergebnisse der Firmenprüfung durch den „Medizinischen Dienst der Krankenkassen“ (MDK), der alle Pflegeeinrichtung jährlich u.a. hinsichtlich Qualität, Organisation und Kundenzufriedenheit unter die Lupe nimmt, gibt dem Pflegedienst „Dominikus“ jedenfalls Recht. „Dass wir in allen Bereichen mit „sehr gut“ oder „gut“ beurteilt wurden, zeigt, dass unsere Pflege und unser Qualitätsmanagement auf einem hochrangigen Level liegen“, freut sich Göhl.

Das Herzstück der Anlage stellt das großzügig angelegte Besprechungszimmer dar, wo sich alle Pflegerinnen regelmäßig über ihren Patientenstamm beraten. Dominique Göhl, der auch für den Qualitätszirkel im Pflegedienst zuständig ist, freut sich, im Laufe der Zeit ein weitreichendes Netz an Kontakten aufgebaut zu haben. „Die Anzahl der Patienten ist seit der Gründung im Jahre 2003 um ein Vielfaches angestiegen“, freut sich Gabriele Göhl, die sichtlich stolz darauf ist, all dies gemeinsam mit ihrer Kollegin Renate Seitz aus Waldershof selbst von Grund auf aufgebaut zu haben.

Der Pflegedienst „Dominikus“ beschäftigt derzeit 35 Pflegerinnen, die Fachbereiche wie z.B. Wundmanagement, Grund- und Behandlungspflege, Hauswirtschaftliche Versorgung sowie Beratungsgespräche abdecken. Auch ein 24-Stunden-Notrufdienst, die von der Geschäftsführung selbst betreut wird, gehört zu dem vielfältigen Leistungsspektrum des Pflegedienstes „Dominikus“. Nicht selten werden die Pflegerinnen und Pfleger in der Langzeitpflege die wichtigsten Bezugspersonen zu den betroffenen Menschen. Es entsteht eine enge emotionale zwischenmenschliche Bindung zwischen dem Pflegepersonal und den Patienten. „Viele ältere Menschen sind oft den ganzen Tag allein zu Hause und wollen einfach mal zehn Minuten mit jemanden reden“, erklärt Dominique Göhl.
Reinhard Strößenreuther findet lobende und anerkennende Worte für Altenpfleger: „Das ist ein Beruf, für den man sich berufen fühlt und den man aus Herzblut macht.“ Gabriele Göhl nickt zustimmend: „Oftmals ist eine einfache Umarmung der Patienten ein unbeschreiblich schöner Dank und gibt eine Form der Anerkennung, die einfach besonders ist.“

Bürgermeisterkandidat und Ortsvorsitzender Karl Röhrig schlug vor, z.B. mit den kirchlichen Pflegediensten wie die Diakonie und Caritas in Arzberg, die ja ebenfalls vorbildliche Arbeit leisten, zusammenzuarbeiten, um das Wohl der Menschen an oberster Stelle anzusiedeln. „Wenn z.B. gewisse Medikamente bei dem einen Pflegedienst gerade nicht verfügbar sind, könnte man sich gegenseitig doch helfen“, fordert Karl Röhrig.
„Die Betreuung unserer Senioren ist auch ein Sachgebiet, welcher sich die CSU-Stadtratsfraktion angenommen hat“, führt Stadtrat Roland Koffmane aus. Hier habe man bereits einen Antrag gestellt, einen Seniorenbeauftragten als unabhängiger hilfsbereiter Ansprechpartner unserer Senioren in Arzberg zu installieren. „Hier ist aber seitens der Stadt bisher rein gar nichts passiert“, so Koffmane. Diese Tatsache stößt auf breites Entsetzen unter den CSU-Stadträten und –Mitgliedern, da die Stadt so viel machen würde, was garantiert unwichtiger wäre. Gabriele Göhl unterstützt die Initiative der CSU Arzberg und beschreibt das entscheidende Profil eines derartigen Seniorenbetreuers. „Es ist enorm wichtig, dass diese Funktion eine vollkommen neutrale Person wahrnimmt“, so Göhl.

„Es gibt viel zu tun“ – so könnte der Auftrag für die CSU Arzberg nach dem Besuch beim Pflegedienst „Dominikus“ lauten. Karl Röhrig entschuldigt sich nochmals, dass er bei der offiziellen Einweihungsfeier aus zeitlichen Gründen nicht dabei sein konnte und verspricht, sich für alle ambulanten Arzberger Pflegedienste einzusetzen. „Beim Obersttreffen, wo wir jedes Jahr hochrangige Persönlichkeiten aus der Landespolitik oder Bundespolitik in Arzberg haben, können wir ja gleich aktiv werden“, blickt Röhrig tippgebend auf die politische Auftaktveranstaltung im Jahr 2012 voraus. Röhrig bedankte sich abschließend gemeinsam mit seinen Mitstreitern und Stadträten, und wünschte dem Pflegedienst weiterhin alles Gute.

Der CSU-Ortsverband Arzberg und die CSU-Stadtratsfraktion besucht den ambulanten Pflegedienst „Dominikus“ in ihrer neuen Leitstelle. Im Bild v.l.: Walter Harnisch, stellv. Fraktions- und Ortsvorsitzender Günther Marth, Altbürgermeister Winfried Geppert, Geschäftsführerin und Pflegedienstleiterin Gabriele Göhl, Fraktionsvorsitzender Roland Kastner, Bürgermeisterkandidat Karl Röhrig, Ehrenvorsitzender Reinhard Strößenreuther, stellv. Ortsvorsitzender Roland Koffmane und stellv. Pflegedienstleiter, Einrichtungsleiter und Qualitätsmanagementbeauftragter Dominique Göhl


Text und Bild: Daniel Koffmane

Bürgertelefon
Wetter
Topthemen
 

 

RSS_Feed Seite zu_Favoriten_hinzufügen Leserbrief schreiben Forum besuchen vertrauliche Nachricht senden Seite drucken