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Obersttreffen im Zeichen der Energiewende in Bayern
Umweltminister Dr. Marcel Huber sichert Arzberg als möglichen Gaskraftwerk-Standort Unterstützung zu

06.01.2012 - "Bleiben Sie dran, wir werden Sie unterstützen", versprach Bayerns Umweltminister Marcel Huber den Arzbergern beim Obersttreffen der CSU. Er meinte damit die Bemühungen der Stadt um den Bau eines Gaskraftwerks. Es gebe in Bayern bereits Planungen, die Atom- durch Gaskraftwerke zu ersetzen. Wenn aber die Infrastruktur bereits vorhanden sei wie in Arzberg, sehe er durchaus Chancen bei der Standortwahl.

Tschernobyl und Fukushima hätten zum Nachdenken angeregt, ob der Mensch die Atomtechnologie komplett beherrsche. Mit dem Atomausstieg alleine aber sei es nicht getan. Bei der Frage der Endlagerung müsse man erst noch seine Hausaufgaben machen. Eines aber sei klar: In Bayern gebe es keine Gesteinsformation, die dafür geeignet wäre.

 
Bis zum Jahr 2020 wolle Bayern 50 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Energien schöpfen. Die billigste Energie aber sei die, die man einspare. Hier gebe es noch reichlich Arbeit. Bei der Windkraft liege der Freistaat noch hinten. Hier, aber auch bei der Geothermie und Photovoltaik gebe es noch ein hohes Potenzial. Deshalb habe der Landtag erst einmal die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen erleichtert. Wobei man aber auch Wert darauf lege, dass die Wertschöpfung in der Region bleibe. Das könnte auch die Akzeptanz verbessern. "Ein Windrad, das zehn Prozent Zinsen bringt, schaut doch gleich viel schöner aus", scherzte der Minister. Hier sehe er auch im Landkreis Wunsiedel noch Potenzial.

Laut Minister Huber gehört das Gesundheitssystem in Deutschland zu den besten der Welt. Es sei jedoch eine Herausforderung, das System auf diesem Niveau zu halten und finanzierbar zu gestalten. Wenn man junge Ärzte auf das flache Land bringen wolle, müsse man auch für eine gute Infrastruktur sorgen, sagte Huber. Allein von 2011 bis 2013 flössen insgesamt 13,36 Millionen Euro in den Ausbau des Klinikums Fichtelgebirge. Generell plane die Regierung Anreize für Ärzte in strukturschwachen Gebieten.

Der Freistaat Bayern, sagte der Minister, gebe im Jahr 9,7 Milliarden Euro für Bildung aus. "Das Ergebnis ist, dass der Staat bildungspolitisch Spitze ist in Deutschland." Und das trotz des siebten Haushalts in Folge ohne Neuverschuldung und hoher Investitionen.


   
Am Rande des Obersttreffens kam Bürgermeisterkandidat Karl Röhrig zusammen mit Minister Dr. Huber, Landtagsabgeordneten Martin Schöffel sowie Landrat Dr. Karl Döhler ins Gespräch. Röhrig untermauerte sein Engagement, für Arzberg ein Gaskraftwerk zu bekommen.
 
Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber informierte die zahlreichen Zuhörer im vollbesetzten Bergbräu-Saal über seine Visionen und Ziele hinsichtlich der Energiewende im Freistaat. Die politischen Gegner spielten bei seiner sachlich orientierten Rede keine Rolle.
 
Mit dem Imagefilm "Stolz Auf Bayern" fand das Obersttreffen einen emotionalen und würdigen Beginn. Das Intro wurde von der CSU Arzberg mit Arzberger Elementen extra für das Obersttreffen nachbearbeitet. Den Imagefilm können Sie im oberen Bereich dieser Seite ansehen.


PRESSEARTIKEL
"Frankenpost", 09.01.2012
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Man dürfe heute nur das Geld ausgeben, das man heute verdiene und nicht auf Kosten späterer Generationen leben, fuhr der Minister fort. Vor 40 Jahren habe Bayern noch zu den Empfängerländern beim Finanzausgleich gehört. Nach langanhaltendem Beifall für die Rede überreichte CSU-Bürgermeisterkandidat Karl Röhrig dem Minister ein Arzberg-Geschirr als Geschenk.

Zu Beginn des Obersttreffens hatte Röhrig den Minister und die Gäste in der Bergbräu willkommen geheißen. Mit Stolz könne man in Bayern auf das Jahr 2011 zurückblicken. "Bayern steht so gut da wie nie zuvor." Die Firmen hätten volle Auftragsbücher, und die Arbeitslosigkeit sei somit auf einem Tiefststand. Darauf arbeite man auch in Arzberg hin. Zunächst aber gelte es, noch eine ganze Reihe von Industriebrachen und Altlasten zu beseitigen. "Wir wollen Energie-Region werden", sagte Röhrig. Arzberg sei ein guter Standort für ein Gaskraftwerk. Ein Problem sei hier auch die ärztliche Versorgung, fügte er hinzu.

In Reimen hatten die Arzberger Sternsinger unter der Leitung von Ulrich Frey zum Nachdenken angeregt. Und diesmal hatten die Sammler auch kein Problem bei der Prominenz, weil Huber gleich in den Geldbeutel griff. Christine Haderthauer hatte im vergangenen Jahr nicht gleich eine Spende zur Hand und musste von Parteikollegen ausgelöst werden.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Christina Kindl und Andreas Martin auf der Gitarre, die sich den Erfolgssong "Someone like you" von Adele ausgesucht hatten und viel Beifall bekamen.




Staatsminister Dr. Marcel Huber bei der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Arzberg und ins Gästebuch der CSU Arzberg. Oben v.l.: CSU-Fraktionsvorsitzender im Arzberger Stadtrat Roland Kastner, Kreisvorsitzender Wolfgang Kreil, Landrat Dr. Karl Döhler und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Unten v.l.: Bürgermeisterkandidat Karl Röhrig, Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber und Bürgermeister Stefan Göcking
  Bilder vom Obersttreffen 2012 mit Staatsminister Dr. Marcel Huber [37 Bilder]
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
           

Text: Herbert Scharf, Frankenpost
Bilder:
Daniel Koffmane

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