RSS 2.0 Sie sind hier: » Startseite » Archiv » Stadtratsitzungen » Wasserpreis steigt
,
Wasserpreis steigt in Arzberg
Erst nach kontroversen Diskussionen innerhalb der Fraktion
Wasserpreis soll in Arzberg leicht steigen

29.10.2009 - Ab dem 15. November gelten neue Preise für das Wasser und das Abwasser in Arzberg. Die Stadträtinnen und -räte stimmten am Donnerstagabend der Gebührenerhöhung zu. So soll sich der Wasserpreis um fünf Cent auf jetzt 1,61 Euro pro Kubikmeter erhöhen. Etwas teurer wird auch das Abwasser. Hier erhöht sich der Preis laut Stadtratsbeschluss von zwei auf 2,25 Euro pro Kubikmeter. Die Grundgebühren bleiben sowohl beim Wasser als auch beim Abwasser gleich.

Zwar sei die Neukalkulation für die Wassergebühr nachvollziehbar, so CSU-Fraktionsvorsitzender Roland Kastner, doch müsse der Stadtrat auch darauf achten, die Bürgerinnen und Bürger nicht über Gebühr zu belasten. Ob es noch Einsparpotenziale gebe, wollte Reinhard Strößenreuther (CSU) wissen.

Dieter Seidel von den Stadtwerken erläuterte, dass die Erhöhung den gestiegenen Ausgaben, zum Beispiel beim Personal und bei den Stromkosten, und dem geringeren Wasserverkauf geschuldet seien. Sparpotenzial könne er nicht erkennen, so Seidel, da auch wenn weniger Wasser gefördert und verkauft werde, die Kosten für den Betrieb der technischen Anlagen gleich blieben.

Bei der Erläuterung zur Erhöhung der Abwassergebühren, führte Kämmerin Katharina Gollner ins Feld, dass diese über einen langen Zeitraum konstant geblieben seien. Wäre ein Überschuss von 800 000 Euro nicht mit einberechnet worden, müssten die Gebühren noch einmal um 70 Cent steigen, erklärte die Kämmerin. Bislang habe die Stadt Investitionen in Höhe der Abschreibungen finanzieren können. "Jetzt sind wir bei den Investitionen stärker dabei", sagte Katharina Gollner. Wenn dieser Investionsschub vorbei sei, werde die Situation auch wieder besser. Massive Strompreiserhöhungen und die Situation auf der Einnahmenseite bedingten die Gebührenerhöhung. "Aber wir sind in der glücklichen Situation, dass wir den größten Teil aus der Vergangenheit decken können", sagte die Kämmerin.



regenerative energiequellen
Arzberg will verstärkt auf regenerative Energie setzen
Stadt will Motor für eine ernergieautarke Region werden

29.10.2009 - Die Stadt Arzberg möchte der Motor für eine energieautarke Region werden. Will heißen: Möglichst viel Energie soll in Arzberg selbst, in den umliegenden Orten, im Landkreis Wunsiedel und möglichst auch im benachbarten Landkreis Tirschenreuth generiert werden. Damit könnten die Städte und Gemeinden unabhängig werden von Öl und Gas und damit zweierlei erreichen: Das Geld bliebe in der Region, neue Arbeitsplätze könnten geschaffen werden.

Die Initialzündung dafür hat der Stadtrat am Donnerstagabend gegeben. In der Folge einer Informationsveranstaltung zum Thema "Energie" in Konnersreuth stimmte das Gremium einem Dringlichkeitsantrag der UPW-Fraktion zu, rasch vorbereitende Schritte für den Weg zu einer energieautarken Region einzuleiten.

Dazu soll noch in diesem Jahr der Antrag für die Förderung einer Projektstudie durch die Gesellschaft zur Förderung dezentraler Energietechnologien, "deENet" in Kassel, gestellt werden. Außerdem sollen möglichst bald Kommunalpolitiker nach Güssing im österreichischen Burgenland reisen, mit dem Ziel, ein Energie-Entwicklungskonzept in Auftrag zu geben. Politiker und Fachleute aus Güssing hatten in Konnersreuth über die dortige energieautarke Region informiert (wir berichteten).

Sowohl UPW-Sprecher Dr. Heinz Eschlwöch wie auch Gernot Czerny (SPD) beklagten, dass anscheinend die Veranstaltung in Konnersreuth ohne Widerhall bleibe und nichts in dieser Richtung unternommen werde. "Wir müssen daran denken, wie wir neue Industrien und Arbeitsplätze bekommen", betonte Eschlwöch. Nun habe die Stadt die Chance, sich Partner zu holen, die weltweit agieren.

Reinhard Strößenreuther (CSU) regte an, das Projekt auf die Brücken-Allianz Bayern-Böhmen auszudehnen. Dritter Bürgermeister Stefan Klaubert und SPD-Sprecher Peter Gräf meinten, der Dringlichkeitsantrag sei durchaus gerechtfertigt. In Güssing würden kleine, dezentrale Anlagen zur Energieerzeugung genutzt, die sich selbst tragen. Dieser Weg sei auch auf die Region übertragbar. Stefan Klaubert sagte, Arzberg müsse die Impulse geben und dann Schritt für Schritt die Orte der Brücken-Allianz und der gesamten Region einbeziehen. Auch Werner Popp (SPD) plädierte dafür, dass Arzberg die Initiative übernimmt. "Wir sollten sagen: Fangen wir an!"

Winfried Geppert, Altbürgermeister und früherer Vorsitzender der Brücken-Allianz, wies darauf hin, dass bereits vor sechs Jahren ein Energie-Konzept erstellt worden sei. "Alle Grundlagenuntersuchungen sind schon gemacht", sagte er. Dieses Konzept, zu dem Eon einen größeren Zuschuss gegeben habe, könne nun als Fundament dienen, um die Pläne weiterzubetreiben. Roland Kastner, Vorsitzender der CSU-Fraktion, plädierte ebenfalls dafür, dem Antrag zuzustimmen, aber zunächst die Frage der Förderfähigkeit zu klären.


Quelle: Frankenpost



RSS - Feeds

RSS
Spiegel - online

 

RSS_Feed Seite zu_Favoriten_hinzufügen Leserbrief schreiben Forum besuchen vertrauliche Nachricht senden Seite drucken