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Die Arbeit kann beginnen
Renovierung und energetische Optimierung der Schulsporthalle
Neues Kleid für die Dreifachturnhalle Arzberg

25.02.2010 – Die Anträge sind bereits gestellt und bewilligt: Die Arzberger Dreifachturnhalle wird in diesem Jahr für rund eine Million Euro „runderneuert“. 90 Prozent der Kosten kommen aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung. In erster Linie ist es eine
energetische Sanierung, erläuterte in der jüngsten Stadtratssitzung Architekt Ralf Böttig vom Architekturbüro Böttig und Plass. Dabei gehe es nicht nur um eine bessere Wärmedämmung, sondern auch um gravierende Änderungen der Haustechnik, die dringend erneuert werden müsse. Die Lüftung diene derzeit auch der Heizung und blase Energie in die Luft, die Seitenwände seien schlecht gedämmt. Wesentliche Maßnahme sei eine Änderung der Heizung, die künftig über Metallplatten an den Decken erfolgen solle, fuhr der Architekt fort. Die Statik der Decke sei geprüft worden und entspreche auch den seit dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall verschärften Vorschriften für Hallen. Verschlissen seien die Lichtkuppeln auf dem Dach, die im Laufe der Jahre teils auch schon undicht geworden seien. Sie sollen nun durch Kuppeln aus klarem Glas ersetzt werden, was die Halle
auch heller mache. Im Zuge der Umbaumaßnahmen sind auch Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen vorgesehen. Der Architekt geht von einer Bauzeit von drei bis vier Monaten aus. In dieser Zeit müsse die Halle geschlossen werden. Im Zuge einer besseren Fassadendämmung könnte die Fassade auch optisch aufgewertet werden, sagte der Architekt. Der „spröde Charme“ der Beton-Ziegel-Fassade könnte durch farbige Platten mit bildlichen Hinweisen auf verschiedene Sportarten verschönert werden.
In der anschließenden Diskussion ging es auch um die Möglichkeit, das Flachdach durch eine Dachkonstruktion zu ersetzen, um Probleme zu umgehen und eine bessere Dämmung zu erreichen. Diese Möglichkeit aber würde den Bau um mehrere Hunderttausend Euro verteuern, was nicht machbar sei, erwiderte der Architekt. Außerdem habe man inzwischen sowohl die früheren Probleme mit Flachdächern mit besseren Materialien im Griff. Und auch die derzeitige Dämmung sei ausreichend. Eine noch stärkere Dämmung würde unzumutbare Mehrkosten verursachen. Durch neue Technik und Dämmung der Seitenwände könnten im Jahr rund 14000 Euro weniger Energiekosten anfallen. Er hoffe auf eine „Punktlandung“ bei den Kosten und bei der Bauzeit, sagte Bürgermeister Stefan Göcking abschließend. Denn im Rahmen des Konjunkturpakets würden Mehrkosten nicht nachfinanziert. Sie gingen dann zu Lasten der Kommune.



Planung für eine energetische Sanierung der Schulsporthalle Arzberg

   
 
Im Mai 2010 Baubeginn

Baubeginn für die Umbauarbeiten, die sich über drei bis vier Monate erstrecken werden, ist im Mai dieses Jahres. Die Kosten werden sich auf rund eine Million Euro belaufen, 90 Prozent davon kommen aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung.
   

So könnte die Dreifachturnhalle in Arzberg
gemäß den Vorstellungen der Planer nach
der energetischen Renovierung aussehen.

 

 

Quelle: www.frankenpost.de



Die Arbeit kann beginnen
Gernot Czerny verlässt die SPD-Fraktion im Arzberger Stadtrat

25.02.2010 - Für einen Paukenschlag sorgte bei der Stadtratssitzung der bisherige SPD-Stadtrat Gernot Czerny. Schriftlich kündigte Czerny sowohl seiner Fraktion als auch der Stadtverwaltung an, dass er "mit sofortiger Wirkung" aus der Fraktion der SPD austrete. Sein Stadtratsmandat werde er aber behalten und als fraktionsloser Stadtrat weiter mitarbeiten.

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Gräf verlas in der Sitzung kurz das Schreiben des Arzberger Hausarztes, das kommentarlos zur Kenntnis genommen wurde. Über die Gründe für seinen Austritt schweigt sich Czerny aus. Auf Anfrage der Frankenpost vom Freitag wollte er dazu keine Stellung nehmen. Und auch der SPD Fraktionsvorsitzende Gräf konnte oder wollte nichts über die Motive des Stadtratskollegen sagen.
Am vergangenen Montag hatten sich die SPD-Stadträte zur Fraktionssitzung getroffen, sagte er. Am Dienstag habe er dann das Austrittsschreiben des Kollegen auf dem Tisch gehabt. Die Gründe dafür seien wohl eher im persönlichen Bereich zu suchen, sagte Gräf. Einen Streit über sachliche Themen habe es in der Fraktion nicht gegeben. Gräf: „Wir bedauern diesen Schritt außerordentlich, müssen ihn aber respektieren. Wir suchen nach wie vor das Gespräch mit Czerny. Die Türen sind noch nicht zu. Wir werden versuchen, ihn wieder zu integrieren.“
Dem Vernehmen nach war die Atmosphäre zwischen Czerny und der SPD-Fraktion und Bürgermeister Stefan Göcking schon seit einiger Zeit getrübt. Ob es die nach Czernys Meinung nach zu geringe Unterstützung zu seinem Plan war, in Arzberg ein Altenheim zu bauen, oder ob der Vorwurf des scheidenden Stadtrats bei der Gründung der neuen Interessensgemeinschaft Arzberg, in der Stadt habe sich in den letzten Jahren nichts getan, der Grund war, darüber kann man nur spekulieren.
     

 

Info
Bisher stellte die SPD im Arzberger Stadtrat acht Mitglieder (mit Czerny) und den Bürgermeister. Der CSU-Fraktion gehören sieben, der UPW fünf Mitglieder an.
     

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